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Testtauchgang auf 60 Meter mit dem Poseidon Discovery MK VI

Im April 2013 wurden ein Tec Fundamental TL und ein Tec Advanced User und TL Kurs vom College and Center for Rebreather auf der italienischen Insel Elba durchgeführt. Die Mitglieder des College and Center for Rebreather wurden von Markus Schempp & seinem Team von der iac-Tauchbasis Omnisub herzlich empfangen.

Aufgrund der guten Bedingungen im Mittelmeer vor der Insel Elba nutzte das College and Center for Rebreather die Gelegenheit für einen Tauchgang auf 60 Meter mit dem Poseidon Discovery MK VI. Dabei waren zwei Geräte mit einem 48m Trimix Akku ausgestattet und ein Gerät mit einem 60m Trimix Akku (Testversion). Als Backup-Computer verwendete ein Taucher mit 48m Trimix Version einen Bottom-Timer, die anderen beiden Taucher jeweils einen HeinrichsWeikamp OSTC 2.

Geplant und durchgeführt wurde der Tauchgang unter der Anleitung von Georg Mück und Sven Böckelmann.
Eckdaten:
60m Einsatztiefe, Grundzeit 5 min, Gase 100% O²,18/45 Trimix Diluent fürs Discovery, Bailout Gas 80cf TX 18/45 und 80cf EAN 50.

Die Taucher mit dem Poseidon Discovery MK VI Kreislauftauchgerät mit 48m Trimix Akku wechselten auf 45 Meter Tiefe ins offene System und nutzten die mitgeführte Trimix Stage (TX 18/45). Auf dem Rückweg an die Oberfläche auf 48 Meter Tiefe wechselten die Taucher wieder ins geschlossene System des Kreislauftauchgerätes. Einer der beiden Taucher mit der 48m Trimix Version schaltete nach dem Setzen der Oberflächenmarkierung für die Deko ins offene System und wechselte auf EAN 50. Jeder Gaswechsel wurde im OSTC 2 eingegeben. Der Taucher mit 60m Trimix Version hat den gesamten Tauchgang im geschlossenen System durchgeführt, d.h. es fanden keine Gaswechsel mittels Stage statt.

Das Kreislauftauchgerät mit 60m Trimix Version, der den gesamten Tauchgang durchlief, zeigte auf 60 Meter Tiefe die kürzeste Gesamtaufstiegszeit an. Der im Poseidon Discovery MK VI integrierte Computer zeigte eine Gesamtaufstiegszeit von 21 Minuten an. Der HeinrichsWeikamp OSTC 2, der im geschlossenen System mitgerechnet hat, zeigte zwischenzeitlich 3 Minuten mehr an, d.h. eine Gesamtaufstiegszeit von 24 Minuten.

Die integrierten Computer in den Geräten mit dem 48m Trimix Akkus zeigten auf 60 Meter Tiefe eine Gesamtaufstiegszeit von 32 Minuten bzw. 28 Minuten an. (Auf diese unterschiedlichen Anzeigen gehen wir später noch ein.) Der HeinrichsWeikamp OSTC 2 zeigte auf 60 Meter Tiefe eine Gesamtaufstiegszeit von 26 Minuten an. Nach dem Wechsel auf 15 Meter Tiefe auf EAN 50, was in den HeinrichsWeikamp OSTC 2 eingegeben wurde, änderte sich die Gesamtaufstiegszeit auf diesem Computer kaum. Allerdings rechnete der intergrierte Poseidon Computer mit einem Wechsel auf Trimix 18/45, wodurch sich die Aufstiegszeit von vorher 15 Minuten auf 35 Minuten verlängert hat. Für den Poseidon Discovery MK VI Rebreather, der im geschlossenen System von 48 Meter Tiefe aufgestiegen ist, gibt es leider keine HeinrichsWeikamp OSTC 2 Daten, weil der Taucher lediglich einen Bottom-Timer mit sich führte.

Der Tiefenanzeige eines integrierten Computers von einem der Poseidon Discovery MK VI Kreislaufgeräte mit 48m Trimix Akku ist auf 53 Meter stehen geblieben. Die Ursache dafür ist wahrscheinlich, dass die Tiefe über einen Luftmassenmesser ermittelt wird und nicht über einen einfachen Drucksensor, wie bei Tauchcomputern sonst üblich. Es ist anzunehmen, dass der Taucher in dem Augenblick, als er in das offene System wechselte, die Gegenlungen des Rebreathers mit weniger Gas gefüllt hatte, als der andere Taucher, dessen Computer die Tiefe ordnungsgemäß anzeigte. Dieses Phänomen ist die Ursache für die verschiedenen Gesamtaufstiegszeiten, die wir bereits erwähnten. Beim Verbleiben im geschlossenen System wäre dieses Phänomen nicht aufgetreten, weil der Rebreather dann mit einem angemessenen Gasvolumen weiterarbeiten kann und der Luftmassenmesser weiterhin sinnvolle Messungen durchführen kann. Eine Lehre aus diesem Phänomen sollte sein, dass bei anspruchsvollen Tauchgängen das Mitführen eines Backup-Computers obligatorisch sein sollte. Alles andere ist grob fahrlässig.

Achtung!

Wir müssen ausdrücklich darauf hinweisen, dass dieser Testtauchgang durch äußerst versierte Technische Taucher durchgeführt wurde. Von Tauchgängen in größere Tiefen als der Poseidon Akku freigegeben ist, müssen wir grundsätzlich abraten! Insbesondere in Stresssituationen wird eine Unterscheidung von Tiefenalarm und Sensor/Softwarefehler nahezu unmöglich.